Die Menschen in Deutschland sind relativ lethargisch, wenn es um Proteste geht. Vielfach hört man Aussagen wie, „was kann jeder Einzelne schon ausrichten“. Doch seit Anfang 2010 formieren sich die Proteste in diversen Demonstrationen und Kundgebungen.

Eingeläutet wurde die Reihe der Protestaktionen im hohen Norden, bei denen im Frühjahr noch relativ wenig Menschen an den Kundgebungen teilgenommen haben. Aber auch da haben die Leute schon signalisiert, dass sie nicht gewillt sind, diese Politik der Ungerechtigkeiten hinnehmen zu wollen. Im Frühsommer des Jahres formierten sich die Protestkundgebungen dann schon bundesweit. Da sind zum einen die gewerkschaftlich unterstützten Kundgebungen zum 1.Mai, auf denen die Menschen deutlich gemacht haben, dass sie die Nase voll haben.

Die Menschen wenden sich gegen die unfaire Sparpolitik der Bundesregierung, die mit einschneidenden Maßnahmen wie der Kopfpauschale, Kürzungen im Bildungsetat und Reformen bei den Zuwendungen für Arbeitslose, die Kosten für die Bankenrettung und Staatssanierung auf Kosten der sozialschwachen Menschen abwälzen wollen.